Buchtipp: Und plötzlich macht es Klick

Und plötzlich macht es Klick

Von: Bas Kast.

Ich habe mich oft gefragt, woher die Kreativen dieser Welt ihre Ideen bekommen. Mich beeindruckt das immer sehr, wenn ich neue Designs von Möbeln, Autos usw. sehe.

  • Ist das angeboren?
  • Oder kann man das lernen?

Deshalb unterhielt ich mich mit Freunden darüber. Und wie soll es auch anders sein: Frage zehn, und du bekommst zehn unterschiedliche Antworten. 🙂 Ich war danach nicht wirklich zufrieden und wollte es genauer wissen. Ein Buch musste her. Nach etwas Recherche bin ich bei „Und plötzlich macht es Klick“ gelandet.

 

Mir ist wichtig, ein Thema nicht nur von einer Seite zu beleuchten. Daher kaufe ich mir zu einem Thema immer mehrere Bücher.  Der Autor dieses Buches geht den gleichen Weg. Deshalb fande ich das dieses Mal nicht nötig. Das Buch beleuchtet das Thema Kreativität nämlich nicht nur aus der wissenschaftlichen Sicht. Wir sind sozusagen Mind-Buddys. Bas Kast ist Psychologe und hat dadurch einen wissenschaftlichen Hintergrund. Das macht ihn mir noch sympathischer. Los geht’s.

Das Forschungsgebiet Kreativität ist jung

Das Thema Kreativität ist noch ein recht junges Forschungsgebiet. Deshalb kann man in den nächsten Jahren sicher einige spannende Ergebnisse erwarten. Für das Buch hat Bas jede Menge bestehender Studien ausgewertet, ist zu Forschungseinrichtungen gegangen und hat mit zahlreichen Wissenschaftlern gesprochen. Er hat sich dabei aber nicht nur auf deren Aussagen verlassen, sondern hat sich auch mit Leuten unterhalten, die als sehr kreativ gelten. Ich finde, das macht das Buch noch authentischer.

Probieren ist besser als studieren

Er hat es nicht nur bei der Theorie belassen, sondern selbst auch viel ausprobiert. Verschiedenste Kreativitätstechniken, wie beispielsweise Meditieren, assoziiert. Er schaut sich auch die Lebensgeschichten erfolgreicher Menschen an, um dort vielleicht einen entscheidenden Hinweis zu finden. Das geht von Albert Einstein bis zum Facebook-Gründer Mark Zuckerberg. Genau diese Vielschichtigkeit hat mich überzeugt.

Es bleibt spannend

Aufgrund der verschiedenen Ansätze wird das Buch nie langweilig. Er räumt auch mit dem Mythos Brainstorming auf. Dabei zeigt er, wann es was nutzt und wann nicht. Oft wird Brainstorming in Unternehmen als das Allheilmittel zur Ideenfindung genutzt. Macht man bei der Gruppenzusammenstellung allerdings Fehler (die kommen viel häufiger vor als zu selten) verpufft der Effekt nahezu komplett. Das belegt er durch Kontrollgruppen. Es kommt beim Brainstorming stark darauf an, wie die Gruppe harmoniert. Ich fand das hochspannend. Gedanklich ging ich eigene vergangene Brainstorming-Runden im Kopf durch. Auch gecoachte Runden in der Arbeit. Das Ergebnis war sehr überschaubar. Der Moderator hat den klassischen Fehler gemacht und nicht darauf geachtet, wie die Zusammenstellung der Gruppe ist.

Du bist was du liest

Interessant fand ich den Ansatz, dass unser Online-Konsumverhalten maßgeblich für die Ausprägung der eigenen Kreativität ist.

Zwei Zitate fand ich dabei sehr gut.

Je mehr sich das Gehirn der Realität zuwendet … , desto mehr muss man der Fantasie den Rücken zukehren und umgekehrt. Es ist bestimmt kein Zufall, dass unsere Kreativität in jenen Stunden maximal aufblühen kann, in denen sich das Gehirn praktisch komplett von der Außenwelt abgekapselt hat, wie nachts im Schlaf – was allerdings ein sehr unkontrolliertes Aufblühen ist.

Er meint damit das Träumen.

Aus der Perspektive des Offline-Netzwerks verpasst gerade derjenige, der ständig online ist, etwas Entscheidendes. Mit jedem nervösem Klick durchs Netz zappen wir unsere Alphawellen weg. (Das sind Gehirnwellen, die wichtig sind für die Kreativität.)

Anders ausgedrückt. Nimmt man sich eine bewusste Auszeit, kommen Lösungen und Idee oft von ganz alleine.

Auch wie du wohnst hat Einfluss

Interessant finde ich auch den Ansatz, dass die Art des Gebäudes erheblichen Einfluss auf die kreative Leistung eines Team bzw. Unternehmens haben kann. Ist ein Team bspw. über Stockwerke verteilt oder durch Türen getrennt, geht extrem viel Information und Austausch verloren. Aus genau diesem Grund gehen Apple und Facebook hier andere Wege. Apple baut gerade an einem riesigen Großraumbüro, wo sich die Leute ganz bewusst über den Weg laufen. So ist der Austausch sichergestellt. Facebook hat zurzeit das größte Großraumbüro auf einer Ebene. Deutsche Unternehmen haben das auch erkannt. Neue Gebäude werden deshalb bewusst anders geplant.

Viele kleine Brotkrumen

Das Buch gibt viele wertvolle Hinweise. Ich habe mir beispielsweise angewöhnt, wenn ich einen Artikel schreibe, mein Handy lautlos zu stellen, und das E-Mailprogramm auszuschalten. So kann ich besser und schneller schreiben. Ich vermeide unnötige Ablenkung überall, wo ich kann.

Think outside the box. But work inside the box.

Mein Lieblingszitat:

Man wird nicht notwendigerweise kreativ, indem man sich vornimmt, kreativ zu werden.

Entspannt euch …

Mit Zwang oder Verkrampftheit erreicht man immer das Gegenteil. Ich denke, es ist wichtig, sich der Dinge bewusst zu werden, die die eigene Kreativität negativ beeinflussen. Dafür fand ich das Buch sehr hilfreich. Aber nur, weil man diese abgeschafft hat, wird man nicht automatisch kreativer. Das kommt dann von ganz alleine, wenn man sich nicht mehr (bewusst) darauf konzentriert, kreativ zu sein. Die Stimmung muss unterbewusst stimmen. Der Rest folgt … und plötzlich macht es KLICK!

Mach dich clever.

Hier geht’s zum Buch.
Und plötzlich macht es KLICK!: Das Handwerk der Kreativität oder wie die guten Ideen in den Kopf kommen

Bleib dran, es lohnt sich.

Beste Grüße
Michael

Bla-Bla-Meter

für

Und plötzlich macht es KLICK

Der einzig wahre Maßstab 😉


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