Buchtipp: Earning by doing

Earning by doing

Von: Oliver Roth

Oder anders ausgedrückt: Vom Zuschauen wird’s auch nicht besser. Man hätte auch sagen können: Von nix kommt nix. Aber das klingt langweilig.

Wie du weißt, bin ich der Meinung, dass man sich um seine Finanzen selbst kümmern sollte. Bis zum Kindergarten überlässt man die Kindererziehung ja auch nicht wildfremden Menschen. Du tust es selbst. Du lernst, während du es tust. Quasi learning on demand. Man macht auch mal einen Fehler. Lernt aber (hoffentlich) daraus. Und macht es nächstes Mal, oder beim nächsten Kind besser.

Das Thema Geld schieben viele ganz weit weg

Warum sehen das die meisten von uns bei ihrem Geld nicht auch so, wie bei ihren Kindern? Als ob es sich dabei um die Pest handeln würde. Im Buch von Investmentpunk Gerald Hörhan (Beschreibung kommt bald) wird das sehr deutlich. Er erklärt darin, was den Beratern der Finanzbranche am wichtigsten ist. Ganz vorne steht da zum Beispiel, wie viel Provision der Berater mit diesem Produkt verdienen kann. Oder ob er durch dieses Investment seinen eigenen Job verlieren könnte. Usw. So viel vorweg. Der König Kunde kommt dabei erst auf den hinteren Plätzen.

Du fragst dich vielleicht, warum ich so gegen diese Produkte bin. Das verrate es dir gerne. Sie stecken voller unnötiger (versteckter) Gebühren. Davon hast du als Kunde nichts als Kosten. Ausgabeaufschläge (das beinhaltet die Provision des Beraters), Verwaltungskosten usw.

Was da sonst noch so lauert, kann man gerne hier bei der Verbraucherzentrale Hamburg nachlesen.

http://www.vzhh.de/versicherungen/30445/schliessen-sie-keine-kapitallebens-oder-rentenversicherung-ab.aspx

Um es klar und deutlich zu sagen:

Vermögensaufbau beginnt erst, wenn man konstant die jährliche Inflation schlägt

Bei Aktien sieht das mit den Kosten ganz anders aus.
Hier gibt es die Gebühren für:

  • den Broker
  • die Börsengebühr
  • bei Gewinnen Kapitalertragssteuer
  • bei Auslandsaktien eventuell noch eine kleine Gebühr

Basta.

Transparent, leicht nachvollziehbar und vor allem kalkulierbar.

Statt selbstbewusst zu sagen:

Ja, das kann ich auch!

Überlassen es viele stattdessen den sogenannten „Beratern“. Die argumentieren, sie hätten das ja auch schließlich gelernt oder studiert.

Frag mal den Bankberater ein wenig über sein Produkt aus, welches er dir anbietet. Nach den üblichen Phrasen und der Behandlung von Einwänden kommt nur noch Luft.

Meiner Erfahrung nach beschäftigen die sich sehr wenig mit ihren Produkten, geschweige denn mit dem Markt. Eher mit der Provisionshöhe.

Das Geschwätz von denen ist Bullshit.

Wenn eines klar ist, dann das.

Niemand kann die Zukunft (100%ig) vorhersagen

Egal, wer das ist. Was er studiert hat. Oder wie viel Erfolg er in der Vergangenheit hatte. Jeder Finanzguru steht jeden Tag vor einem großen Fragezeichen. Es kommt häufig anders, als man denkt, vermutet oder zu wissen glaubt. Was zählt, ist nur das Hier und Jetzt. Alles andere ist Schnee von gestern.

Ich denke, die meisten haben einfach nur Angst.

Die kommt daher, dass man nicht weiß, wo man anfangen soll. Das Thema Aktien erschlägt einen regelrecht. Da sagen sich viele: Dann lass ich es lieber gleich bleiben oder geh zur Versicherung/Bank. Das hat nämlich noch einen angenehmen Vorteil. Wenn es nicht so läuft, hat man auch gleich einen Sündenbock. DIE sind schuld! Nein. Du bist es. DU hast denen dein Geld gegeben. Dazu hat dich keiner gezwungen. Nimms mir nicht übel. 🙂

 

Was du aber tun kannst, ist, die Wahrscheinlichkeit für den eigenen Erfolg zu erhöhen, indem du dich endlich mal mit dem Thema auseinandersetzt.

Mit den richtigen Denkansätzen und einem Verständnis für den Markt sieht die Sache schon viel besser und transparenter aus. Wie gesagt. Auch das ist keine 100%ige Sicherheit. Aber allemal besser, als sein Geld im blinden Vertrauen einem Berater zu geben. Oder es womöglich blind in irgendwelche Aktien zu stecken. Das wäre … Egal. Lassen wir das. Werden wir wieder wertschöpfend.

In „Earning by doing“ geht es darum, zu verstehen, wie der Aktienmarkt funktioniert.

Das Buch ist perfekt für Anfänger geeignet.

Der Autor erzählt, wie er an die Börse kam. Davor war er Fußballprofi. Anschließend erklärt er dir die wichtigsten Grundbegriffe, die du kennen musst. Er zeigt, welche „Regeln“ man beachten muss, wenn man an der Börse investieren will. Befolgt man diese, winken regelmäßige und solide Gewinne.

Er zeigt dabei, in welchen 5 Bereichen man sein Geld anlegen kann.

  • Bargeld
  • Rentenpapiere
  • Immobilien
  • Aktien
  • Derivate

Zu jeder Anlageklasse klärt er über Chancen und Risiken auf.

Dabei zeigt er auch schematisch, wie viel Risiko und Ertrag in den jeweiligen Klassen winken. Das halte ich persönlich für eine sehr grobe und allgemeine Schätzung.

Das Wichtigste ist, da sind wir beide uns wieder einig, liquide (also flüssig) zu sein.

Am besten und ruhigsten schläfst du, wenn du Betrag X auf dem Tagesgeldkonto hast.

Beim Thema Immobilien scheiden sich massiv die Geister. Das kann sowohl gut als auch total besch … sein. Ich muss da mal eine Excel-Tabelle machen, in die man dann nur noch die Daten reinhackt, und am Ende sieht man, ob sich der Kauf lohnt oder nicht.

Gute Renditeaussichten winken mit Aktien

Er zeigt darüber hinaus auch eine wunderschöne Vergleichsgrafik, wie Aktien sich in einem Zeitraum von 30 Jahren entwickelt haben. Europäische Aktien haben dabei im Durchschnitt 8,35 % jährlich erwirtschaftet. Das kann sich sehen lassen.

Zugegeben, ich bin ein Aktienfan. Dabei muss man immer sagen, dass die genannten Zahlen durchaus schwanken können. Je nachdem, welchen Bewertungszeitraum man nimmt. Also immer kritisch bleiben und hinterfragen.

Getreu dem Motto:

Glaube keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast.

Was ich gut finde, ist, dass der Autor von seinem persönlichen Aktiencrash erzählt. Und auch davon, was er damals falsch gemacht hatte.

Weiter zeigt er 9 Schritte zum Erfolg mit Aktien. Zugegeben: Das ist sehr vereinfacht dargestellt. Erschlägt dich dafür als Anfänger auch nicht. Es ist leicht verständlich und nachvollziehbar.

Herr Roth erklärt mit einfachen Worten, was Geld eigentlich ist. Und wie das Schuldensystem die meisten von uns arm macht. Dir passiert das jetzt nicht mehr.

A: Weil du Leser dieses Blogs bist und die richtigen Bücher liest.

B: Weil du schlauer bist als der Rest der Masse.

 

Noch ein kleiner Kritikpunkt:

Die Seitenzahlen im Inhaltsverzeichnis passen nicht 100%ig zu den tatsächlichen Seitenzahlen. Das nervt. Vor allem, wenn man mal schnell noch mal etwas nachlesen möchte.

Meine Lieblingszitat:

An der Börse sind 2+2 selten 4, sondern viel eher 5-1. Man muss nur das Geld und die Geduld haben, das „Minus“ auszuhalten.

 

Soll heißen: Man macht erst dann real Verluste, wenn man auch wirklich verkauft. Dann werden aus Buchverlusten Realverluste. Daran scheitern die meisten.

Mach dich clever.

Hier geht’s zum Buch.
Earning by Doing: So funktionieren die Märkte

Bleib dran, es lohnt sich.

Beste Grüße
Michael

Bla-Bla-Meter

für

Earning by doing

Der einzig wahre Maßstab 😉


4,5 von 5 Unicorns

Ranking 4-5 - Wasmansoliest.de


Inhalt


Werbefrei


Lesbarkeit

No Comments Yet.

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.