Buchtipp: Tipping Point – Wie entstehen Trends

Tipping Point – Wie kleine Dinge Großes bewirken können

Von: Malcom Gladwell

Hast du dich nicht auch schon einmal gefragt, wie Trends entstehen? Warum sind sie plötzlich da. Keiner sah sie kommen.

  • Was muss passieren, um einen Trend auszulösen?
  • Warum klappt es manchmal? Und ein anderes Mal wieder nicht?

Diese und weitere Fragen haben mich beschäftigt.

Steve Jobs hat einmal gesagt.

If you see a trend it´s too late.

Recht hat er. Trends entwickeln sich nicht linear, sondern ab dem sogenannten Tipping Point exponentiell.

Zitat:

Wir können uns nicht vorstellen, dass sich ein fünfzigmal gefaltetes Papier zu einer Höhe wie die Distanz zwischen Erde und Sonne auftürmt.

Das liegt am exponentiellen Wachstum, das für den Menschen nur schwer vorstellbar ist.

Warum interessiert mich das?

Eine meiner großen Leidenschaften sind Aktien und mögliche Geschäftsideen. Ich bin quasi immer auf der Suche nach Trends und passenden Investitionsmöglichkeiten. Ich habe mir das Buch gekauft, um besser zu verstehen, wie man Trends aufspürt bzw. wie man systematischer auf sie kommt.

Die Zahlen eines Unternehmens und die technische Analyse des Aktiencharts sind das Eine. Das ist eine gute Grundlage bei bestehenden Unternehmen. Bei einem Start-up kann man sich darauf aber nur teilweise bis gar nicht stützen. Hier zählen Trends viel mehr.

Das Buch erklärt das Phänomen anschaulich

Es vergleicht die Trendentwicklung mit einer Krankheit bzw. Epidemie.

Malcom Gladwell zeigt anhand verschiedener Beispiele, wie sich Trends in der Vergangenheit entwickelt haben. Dazu greift er auf überwiegend belegbare Entwicklungen zurück.

In einem Fall erklärt er, wie zwei Reiter während des Unabhängigkeitskrieges in den USA unabhängig voneinander losritten, um die Bevölkerung vor den anrückenden Engländern zu warnen. Beide Reiter hatten dasselbe Ziel (möglichst viele warnen) aber unterschiedlich viele Menschen.

Der erfolgreiche Reiter mobilisierte Massen an Menschen, wo der andere nur einen Bruchteil erreichte. Und das, obwohl beide in etwa an gleich viele Türen klopften.

Was macht den einen erfolgreicher gegenüber dem anderen?

Kurz gesagt, hat der Erfolgreiche bei den richtigen Leuten angeklopft. Und zwar bei denjenigen, die in der Stadt selbst ein großes Netzwerk und dadurch Einfluss und Reichweite hatten. Sie waren die perfekten Multiplikatoren für die Nachricht.

Der andere kontaktierte genauso viele, allerdings hatten diese kleinere Netzwerke mit weniger Einfluss. Er kannte die Leute nicht, sondern ging blind von Tür zu Tür.

Klingt erst mal logisch. Oder?

Die Sorte macht den Unterschied

Im Buch werden drei verschiedene „Sorten“ von Menschen beschrieben, die man braucht, um eine Nachricht mit großer Wahrscheinlichkeit schnell zu verbreiten.

Man muss zudem wissen, wo man nach Trends sucht und wie. Das wird in dem Buch anhand von klaren Stories erklärt. Man versteht sehr schnell, wie diese Menschen denken und worauf sie achten. Mir hat das sehr geholfen.

Du erfährst auch beispielsweise, warum die TV-Sendung Sesamstraße so erfolgreich war.

Anderes Beispiel: Warum sich die Verbrechensraten in Städten manchmal explosionsartig vergrößern, um dann genauso schnell wieder zu fallen. Oder was man tun muss, um selbst fromme Menschen zu „schlechten“ Menschen werden zu lassen.

Es sind immer Kleinigkeiten, die ausschlaggebend sind. Die machen aber den entscheidenden Unterschied aus. Ich fand das megaspannend.

Fazit:

Einziger Kritikpunkt ist, dass das Buch im Verlauf etwas den roten Faden verliert. Mir fehlt am Ende der Kapitel eine bessere, übersichtlichere Zusammenfassung. Durch die vielen Details ist man manchmal etwas überfrachtet mit Informationen. Hier würde eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Punkte helfen.

Am Ende des Buches macht der Autor alles wieder gut. Dort macht er genau das, was mir persönlich gefehlt hat. Anschließend erschließt sich einem das ganze Thema so richtig. Dank dieser guten Zusammenfassung rettet der Autor das Buch und macht es wieder rund.

Manche Bücher machen es einem nicht leicht. Am Ende war ich jedoch froh, dass ich es durchgelesen habe.

Daher kann ich es dir auch nur empfehlen.

Meine Lieblingszitate:

Erstes Lieblingszitat:

Wir geben schnell auf, wenn uns ein Problem in abstrakter Form entgegentritt, aber wir lösen es mühelos, wenn es als soziale Frage formuliert wird.

Zweites Lieblingszitat:

Die Welt hält sich so sehr wir es uns auch wünschen – nicht an unsere Intuition, an unsere Denkweise … Jene, die es schaffen, soziale Epidemien auszulösen, tun nicht einfach das, was sie für richtig halten. Sie überprüfen ihre Intuition, ihre Annahmen immer wieder.

Drittes und letztes Lieblingszitat:

Was erfolgreichen Epidemien zugrunde liegt, ist letztlich der feste Glaube, dass Veränderung möglich ist, dass Menschen ihr Verhalten oder ihre Einstellung radikal verändern können, wenn sie richtig angesprochen werden.

Mach dich clever.

Hier geht’s zum Buch.
Tipping Point: Wie kleine Dinge Großes bewirken können

Bleib dran, es lohnt sich.

Beste Grüße
Michael

Bla-Bla-Meter

für

Tipping Point

Der einzig wahre Maßstab 😉


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Werbefrei


Lesbarkeit

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